Neuwagen reklamiert - unglaubliches Verhalten von Renault

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    • Moinsen

      das mit der Taktik der Verkäufer muss ich Armin Recht geben. Die spielen Pauschal auf Zeit und sitzen das erst mal aus. Von 100% solcher Angelegenheiten stecken 80% der Leute irgendwann den Kopf in den Sand und geben nach. Und das immer mit hohen Verlusten. Nur wer da Hartnäckig am Ball bleibt hat ne gute Chance.

    • Vor allem würde ich ihm raten, die Zügel selber in die Hand zu nehmen, statt den Anwalt einfach machen lassen.

      Du bist als Kunde nicht verpflichtet herauszufinden, warum der Motor sich mit Diesel anreichert. Ist ein komplexes Werkel, und ich bin zu wenig Motorenexperte um ohne jede Diagnose jetzt sofort sagen zu können dass es "genau das da" sicher sein muss, weils "das da" bei mir auch mal war. So gehts das nicht, das ist wenig mehr als ins Blaue raten.

      Was kostet so eine Öl-Analyse? Ich glaube so einen Fuffi rum hab ich mal gelesen. Ich würde noch eine machen, um die Anreicherung zu dokumentieren. So wie Du es schildert müsste inzwischen mehr Diesel im Öl sein als Öl. Nehmen wir an, es wäre so.

      Dann würde ich - rein hyothetisch natürlich, das ist hier keine Rechtsberatung, und nur meine persönliche, laienhafte Privatmeinung - echten Druck machen.

      Dann würde ich meinen Anwalt auffordern, noch einen Brief zu schreiben: es besteht akute Gefahr, dass der Dieselmotor "durchgeht", als Folgeschaden eines Turbo-Schadens wegen ungenügender Schmierung der hoch empfindlichen Turbinenwelle. Das Diesel-Öl Gemisch wäre ein idealer Brennstoff für sowas, ein Lagerschaden an der Turbinenwelle öffnet den Weg für das Öl erst in die Ansaugung und dann in den Brennraum, den Rest macht der Selbstzünder. Das ist hoch gefährlich, Du kannst es bei einem Diesel-Anteil von (...%) nicht mehr riskieren, den Wagen zu fahren. Du brauchst den Wagen aber beruflich, nimmst Dir ab sofort einen Leihwagen, und wirst dem Händler die Kosten im Zuge eines allfälligen Prozesses in Rechnung stellen. Alternativ steht es ihm frei, Dir ab sofort einen Leihwagen zur Verfügung zu stellen.

      Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass durch die ungenügende Schmierung bereits Motorteile oder gar schon der Partikelfilter geschädigt sind, ist das kleinste Angebot über das Du verhandeln wirst ein kompletter Motortausch plus genaue Untersuchung des Abgassystems und ggf. DPF Tausch, und Übernahme sämtlicher bisher aufgelaufener Kosten in Höhe von (... Eur), oder ein Tausch des Wagens gegen einen Gleichwertigen + Kostenübernahme (... Eur) oder einen Tausch gegen einen Nagelneuen mit Zuzahlung in Höhe von Eur (...) Deinerseits für die Nutzung des Wagens, wobei Deine bisher aufgelaufenen Kosten in Höhe von (.... EUR) in Abzug zu bringen sind.

      Sollte die Sache nicht bis zum (...Termin) erfolgreich ausverhandelt sein, erfolgt Klage.

      Es liegt an Deinem Anwalt, konkrete, genau belegte und nachvollzeiehbare Forderungen zu formulieren und Termine zu setzen, und an Dir für die nötigen Belege zu sorgen. So lange Dein Anwalt und der Händler nette Briefchen austauschen, die der Andere ignoriert weils eh nur warme Luft ist, geht auch nichts vorwärts.

      Behauptungen, Du würdest das selber irgendwie verursachen, weist Du ohne Detailbegründungen zurück, Du fährst den Wagen bestimmungsgemäß und so wie es im Handbuch steht, mehr kann man von Dir nicht erwarten.

      Ob Du tatsächlich einen Leihwagen nimmst ist völlig nebensächlich.

      Mach Dich allerdings - das meine ich Ernst - mit den Möglichkeiten vertraut, einen durgehenden Diesel zu stoppen. Du kannst in dem Fall den Motor nicht mehr abstellen, der Selbstzünder versorgt sich selbst aus dem Schmieröl mit Brennstoff und dreht unkontrolliert bis er kaputt ist. Du brauchst dazu einen genügend großen CO2 Feuerlöscher. Ein billiger Pulverlöscher geht vielleicht auch, aber er macht eine unglaubliche Sauerei im Motor. Mit dem Löscher hältst Du im Notfall in die Luft-Ansaugung, nimmst dem Motor den Sauerstoff und er bleibt stehen. Soweit ich weiß, ist das die einzige Möglichkeit, einen durchgehenden Diesel sicher zu stoppen, andere wie z.B. Ansaugung zuhalten oder Auspuff verstopfen halte ich für sowohl gefährlich als auch Ammenmärchen.

      Die Kosten für den CO2 Löscher kommen natürlich mit auf die Rechnung.

      Armin.

      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von ArminLinder ()

    • Hallo,

      Was noch bei einem durchgehenden Motor hilft, ist die Handbremse ziehen und den Motor -im wahrsten Sinne- verrecken lassen.

      Mario

      Meine Arbeit ist wie ein Eisberg- 90% befinden sich unter der Oberfläche. ;)

      Renault Koleos, Initiale Paris, dCi 175 4WD, X-tronic, Amethyst Black, Winter- Plus- Paket, AHK, Easy- Park usw.

    • MarioRX4 schrieb:

      Hallo,

      Was noch bei einem durchgehenden Motor hilft, ist die Handbremse ziehen und den Motor -im wahrsten Sinne- verrecken lassen.

      Mario
      Beim Handschalter eventuell plausibel. Und statt der Handbremse (die sich bei meinem Koli automatisch lösen würde) könnte man das mit der Fußbremse probieren, und mit einem hohen Gang. Das könnte klappen, sofern nicht die Kupplung aufgibt.

      Geht das auch mit Automatik?

      Ich glaube, ich bleibe beim Feuerlöscher!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von ArminLinder ()

    • Neu

      WinniOne schrieb:

      Ein kleiner Erfahrungsbericht wie Renault mit Reklamationen umgeht.
      Ich habe einen Koleos im Mai 2019 gekauft, ein von mir bestelltes Neufahrzeug.
      Bereits im September 2019 kam das erste mal die Fehlermeldung "Abgassystem prüfen - Ölverdünnung" . Könnte eine Kurzstreckenproblem sein ... allerdings fahre ich Langstrecke, zumal Renault
      das Problem nur als ein Softwareproblem abgetan hat. Nach erster "Reparatur" folgte der selbe Fehler zuverlässig etwa im 6-8 Wochen Rhythmus.
      Nach erfolglosen 3 Reparaturversuchen und insgesamt fast 4 Wochen Werkstattaufenthalt, habe ich im Dezember bei der 4. Fehlermeldung die Notbremse gezogen, zumal ich über einen Ölcheck nachweisen konnte
      dass tatsächlich nicht unerheblich Diesel im Motoröl ist (Motorschäden möglich!). Info Anfang Dezember '19 an den Renault-Händler dass ich von weiteren Reparaturversuchen absehe (dazu bin ich berechtigt),
      sondern habe um einen einvernehmlichen Lösungsvorschlag gebeten. Zu was hat man schließlich Neuwagen-Garantie? Denkste!
      Seitens Renault und Händler wurde danach die Kommunikation quasi eingestellt, so dass ich einen Anwalt hinzuziehen musste. Nach 3 Monaten (!!) endlich ein Vorschlag und "einlenken" von Renault:
      Wenn ich das neue Modell (die Version mit kleinerem Motor) kaufen würde, würde mir Renault für meinen doch tatsächlich noch ganze 13.000 € geben (Neupreis 36.000€, 14.000 km, 9 Monate alt),
      und soll "nur" noch 26.000€ zuzahlen damit ich einen mängelfreien Koleos (kleinerer Motor) bekomme!!
      Ein absolut unterirdisches und nicht mehr nachzuvollziehendes Verhalten von Renault, bin einfach nur noch sprachlos....

      Hat jemand ähnliche schlechte Erfahrungen mit Renault gemacht beim Umgang mit Fahrzeuggarantie???
      Ist das Masche bei Renault?

      Grüße von einem jetzt ehemaligen Renault-Kunden...
      Typisch Renault Deutschland. Dumm, frech, dreist. Die Gelbwesten würden gerne zu einer ana... Vergrößerung beitragen. Denn deren Jobs stehen beim Pleitje Renault auf der Kippe. Egal wo Fz gebaut werden. Der deutsche Käufer gehört eben zu den niedlichsten der Welt. Ich hoffe auf bessere Zeiten, die absehbar sind.