Habe heute Antwort zur Anfrage bei Sprecherin des Vorstandschefs zum eCall beim Koleos erhalten:
"...die Nachrüstung von eCALLin Ihren neuen Renault Koleos ist nach einer Rückfrage im Werk Busan inSüdkorea nicht möglich. Renault wird das Notrufsystem in Deutschlandrechtzeitig zu den von der Europäischen Union vorgesehenen Fristen einführen."
Kein Wort dazu, weshalb in Russland im Koleos und in anderen Renault Modellen vorhanden, aber nicht im neuen Koleos, der in Deutschland ausgeliefert wird.
Also nur wieder unbefriedigende unvollständige Antwort auf meine Anfragen. Besonders typisch die Aussage im 2. Satz. Es geht Renault - oder ist es Nissan? - nicht um die Sicherheit seiner Kunden (bzw. wie bei der Frage des SCR - Kat um sauberere Abgase und Wiederverkaufswert seiner Fahrzeuge oder Sicherheit der Fußgänger), sondern um größten Profit. Deshalb das Abwarten bis zum letzten Moment, wo es Pflicht wird. Bis dahin wird auch an Kleinigkeiten (eCall dürfte nur wenige Euro kosten) gespart.
Andere Hersteller (auch französische) sind da kundenorientierter.
Beiträge von TAL
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Haben die in diesem Jahr ausgelieferten Koleos ähnlich häufig diese von Apollo geschilderten Probleme ?
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Am Freitag 09.02. erfolgt die Übergabe. Hat leider 3 Wochen zwischen Anlieferung und Übergabe gedauert.Werde dann im Forum hoffentlich nur gutes berichten können.
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Ich habe mehrfach die Informations- und Modellpolitik nicht nur in diesem Forum kritisch hinterfragt.Wie Ihr mehrfach lesen konntet, bin ich sogar bis zum Vorstandschef von Renault Deutschland vorgedrungen und ihm schriftlich und auch in einem Telefongespräch mit meinen Unmut darüber konfrontiert.Aber anstatt dies als konstruktive Kritik anzunehmen und vielleicht entsprechende Schlussfolgerungen daraus zu ziehen, kamen nur lapidare nichtssagende Erklärungen und lächerliche Vorschläge (ich solle darauf warten, bis z.B. Fußgängererkennung im Koleos zu haben wären und den jetzigen Koleos 2 verkaufen und den neuen kaufen!)
Ich hatte auch aufgefordert, mal in die Foren zu schauen, damit man sich ein Bild der Meinungen der potentiellen und tatsächlichen Käufern machen und entsprechend reagieren kann. Da Renault allerdings im letzten Jahr im Verkauf zugelegt hat, ist das den Verantwortlichen wohl recht egal. Die wachen erst auf, wenn der Umsatz drastisch zurückgeht, was bei der jetzigen Strategie schnell passieren kann.(Stichwort . SCR - Kat, Partikelfilter für Benzinmotoren) die anderen französischen Hersteller reagieren da wesentlich schneller.Ich konfrontiere die Renault Kundenbetreuung übrigens dauernd mit Anfragen und berechtigten Kritiken zu den von mir immer wieder thematisierten Problemen. Vielleicht würde es etwas bringen, wenn mehr Kunden dies tun würden. -
- Für jedes Modell,hier z.B. Koleos, hat eine Bedienungsanleitung nur die Funktionen zu beschreiben, die dieses Modell auch aufweist.Einzige Einschränkung, wenn innerhalb dieser Modellreihe es unterschiedliche Ausführungen gibt.Es ist jedoch nicht üblich, das für verschiedene Modellreihen (z.B. Clio bis hin zu Espace) nur eine Anleitung geschrieben wird und man sich erkundigen muss, was in seiner Modellreihe vorhanden ist und was nicht.
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Hab mal eine Anfrage an Renault (speziell Mitarbeiterin des Vorstandschefs) folgende Anfrage gestellt :
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vielleicht können Sie mir aber erklären,warum bereits entwickelte und in anderen Ländern bereits lieferbareAusrüstungen noch nicht in den aktuellen Koleos eingebaut werden.
Es geht hier um eCall, dass in Ruslandausgelieferten Koleos bereits im letzten Jahr installiertwurde.Auch in anderen Renault Modellen findet diese unter Umständenlebensrettende Technik bereits Anwendung.
Ist wenigstens dies nachrüstbar ?
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Thomas Lorenz -
Es liegt wohl auch an der Konzernführung bzw. der Werksleitung in Busan, dass an falscher Stelle gespart wird, was das Zeug hält! Denn es ist nicht anders erklärbar, warum in einigen Renault Modellen und in einigen länderspezifischen Koleos-Ausführungen eCall vorhanden ist.
Hier aus dem Renault Blog die Ausführungen von Renault selbst :
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Integriertes Notrufsystem:
Bei Neuwagen ist eCall ab 1.4. Pflicht
Im Fall der Fälle kann das automatische Notrufsystem eCall zum echten Lebensretter mutieren. Denn bei einem Unfall sendet es automatisch einen Notruf an die zuständigen Rettungskräfte. Zudem übermittelt eCall sämtliche relevanten Daten, wie zum Beispiel den genauen Unfallort, die Anzahl der Insassen sowie die Treibstoffsorte an die Helfer. Das spart entscheidende Sekunden und ermöglicht eine noch schnellere, effizientere Rettung. Ab 1. April 2018 ist dieses nützliche System bei allen Neuwagen innerhalb der Europäischen Union Pflicht.9 Bei Renault verfügen bereits jetzt zahlreiche Modelle über eCall."
Renault spricht selbst von "Neuwagen" - nicht von neuer Typisierung. -
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Hier ein Auszug aus dem Renault Blog :
"Für Neuwagen, die ab dem 1. September 2018 eine neue Typenzulassung erhalten, wird die Kfz-Steuer nach einem neuen Verfahren berechnet. Bislang wurden die Abgasemissionen auf Basis des Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ermittelt. Für Modelle mit neuer Typenzulassung gilt ab dem 1.9. stattdessen die sogenannte WLTP-Norm (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure). Sie ermöglicht eine realistischere Abbildung der CO2-Emissionen. Letztere fließen in die Berechnung der Kfz-Steuer mit ein."
Das bedeutet, dass dann neue (ab 01.09. typisierte)Fahrzeuge wesentlich mehr Kfz - Steuern zahlen müssen, da der reale Verbrauch meist 20-30 % über dem z.Z. angegebenem (NEFZ) liegt. Aus dieser Warte positiv für uns, unsere nur mit Speicherkat ausgerüstet sind und Renault bestimmt später nach Umrüstung auf SCR nochmals eine Homologisierung der Diesel bei allen Fahrzeugen durchführen lässt - mit entsprechendem höherem Verbrauch. -